Griaß di, Hoi, Servus

Die Sache mit dem Grüßen ist ja nicht so einfach. Die regionalen Verschiedenheiten erschweren dies deutlich – zumindest im Bereich des Verstehens. Ein akkurates „Guten Tag“ mag der Allgäuer gerade noch verstehen (auch wenn er das gar nicht gerne hört), der Tiroler muss schon zwei Mal hinhören. Drei Mal musste ich hinhören, als in einer Bar in St. Anton (Arlberg) ein Amerikaner „pfiat enk“ zum Abschied sagte, das kaum noch als „Behüte euch Gott“ verständlich war. Aber immerhin, gegrüßt hat er und sich den regionalsprachlichen Gepflogenheiten angepasst, also integriert. Als ich am gleichen Tag von der Leutkircher Hütte wieder nach St. Anton abstieg, begegnete ich mehreren Wanderern, die den Gruß gar nicht mehr erwiderten. Schade eigentlich – kein Blick, kein Wort, einfach aneinander vorbeigehen. Vielleicht haben sie mein „Griaß Gott“ auch einfach nicht verstanden.

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